ProA | 26.01.2013, 21:57 Uhr

Ein zweites Gießen blieb aus

Die Auswärtsserie von Phoenix Hagen ist nach vier Siegen gerissen. Beim BBC Bayreuth verloren die Feuervögel gegen Ende des dritten Viertels den Anschluss und unterlagen trotz nimmermüden Einsatzes - insbesondere im letzten Viertel - letztlich mit 96:103 (42:46).

Dino Gregory gegen Bryan Bailey

Dino Gregory gegen Bryan Bailey

Hagens Fans erlebten diesmal keinen Sieg

Hagens Fans erlebten diesmal keinen Sieg

In einem offensiven ersten Viertel führte Phoenix mit 15:12 (6.). Doch die Hagener hatten zwei Probleme: Die Bayreuther trafen sicher und waren zunächst himmelhoch überlegen beim Rebound. Die Mannschaft von Ingo Freyer konnte dies aber kompensieren. „Obwohl“, so der Übungsleiter, „wir offensiv leichte Punkte verschenkt haben.“  Nach zehn Minuten führten die Gastgeber mit 28:23.

An diesem Bild änderte sich auch im zweiten Abschnitt zunächst nichts. Phoenix sah beim Rebound weiter kein Land und konnte den BBC auch darum defensiv nicht stoppen. Offensiv blieben die Gäste aber im Spiel und verkürzten durch Davin Whites Korbleger auf 38:36 (15.). Die Quoten auf beiden Seiten sanken nun; die Feuervögel hielten jetzt aber beim Rebound besser dagegen. Ein Dreier von Simon Schmitz ließ die Oberfranken auf 45:38 davonziehen. Phoenix war zur Pause (46:42) allerdings noch prima im Spiel. „Das war trotzdem ärgerlich. Ohne die Schwäche beim Rebound und die leicht vergebenen Würfe hätten wir mit zehn Punkte führen können“, so Freyer.

Die Gäste kamen nach dem Wechsel weiter auf. Larry Gordon verkürzte per Dreier bis auf 53:51 (23.). Phoenix hätte in dieser Phase durchaus einen Führungswechsel erzwingen können. Ein Distanzwurf von Peter Zeis und ein Dunking von Gary McGhee zum 62:53 verschafften dem BBC aber wieder Oberwasser (27.). Mit einem 10:0-Lauf zog die Mannschaft von Marco van den Berg vorentscheidend auf 67:53 davon (29.). Ingo Freyer: „Das war eine ganz entscheidende Phase. Wir waren dran, aber Bayreuth hat durch Kleinigkeiten das Momentum auf seine Seite gebracht.“

David Bell aktivierte im Schlussabschnitt erneut das Gießen-Gen. Acht schnelle Punkte brachten Hagen bis auf 73:63 heran (32.). Insgesamt gelangen Bell 18 Zähler im letzten Viertel. Bayreuth wusste offensiv aber immer eine Antwort. Der in dieser Phase sehr starke Joe Trapani ließ die Gastgeber wieder auf 94:76 enteilen (37.). Trotz des großen Rückstands wehrten sich die Hagener weiter tapfer, stoppten die Uhr und verkürzten durch Larry Gordon noch einmal auf 97:89 (39.). Ballgewinne, in Gießen noch der Schlüssel zur Wende, blieben diesmal aber aus. Bayreuth brachte den 103:96-Erfolg über die Zeit, obwohl Hagen das letzte Viertel mit einem denkwürdigen 41:34 für sich entscheiden konnte.

Ingo Freyer resümiert: „Die Bayreuther haben mit Bryan Bailey, Kevin Hamilton oder Jason Cain clevere Spieler von hohem Niveau, denen man nicht mal eben einen so großen Vorsprung abjagt. Ich kann meiner Mannschaft darum keinen Vorwurf machen. Wir haben sehr engagiert gespielt und sind gut zurückgekommen, das haben unsere Fans nach dem Spiel auch gewürdigt. Trotz der Niederlage bleiben wir positiv. Wir hatten heute einfach ein paar Konzentrationsschwächen zu viel.“

BBC Bayreuth: Bailey (20/1), Cain (20/1, 9 Reb.), Trapani (14, 7 Reb.), Schmitz (13/2), Hamilton (12, 7 Ass.),  McGhee (10, 9 Reb.), Simon (9/1), Zeis (3/1), Schmidt (2).

Phoenix Hagen: Bell (26/3), White (19/3), Gordon (16/2), Hess (13/1, 10 Reb.), Gregory (10), Lodwick (6/1), Dorris (4), Kruel (2), Wendt.

Zuschauer: 3.316

Stationen: 12:13 (5.), 28:23 (10.), 38:36 (15.), 46:42 (20.), 57:51 (25.), 69:55 (30.), 84:71 (35.), 103:96 (40.).

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