ProA | 22.12.2012, 22:25 Uhr

FC Bayern siegt im 220-Punkte-Spiel in Hagen

Phoenix Hagen bricht derzeit alle Punkterekorde in der Beko BBL. Eine Woche nach dem 209-Punkte-Spiel in Frankfurt (107:102 für Phoenix) gab es gegen den FC Bayern München gleich 220 Zähler. Die Feuervögel verloren am Ende allerdings deutlich mit 97:123 (50:63).

Textilprobe bei David Bell

Textilprobe bei David Bell

Chevon Troutman und Dino Gregory

Chevon Troutman und Dino Gregory

Die Hagener litten die ganze Partie über unter einem schlechten ersten Viertel, das sie mit 17:37 abgeben mussten. Die Bayern versenkten in den ersten zehn Minuten gleich fünf Dreier und nutzten die fünf verlorenen Bälle der Hagener eiskalt aus. Die blendend aufgelegten Davin White und David Bell, die gemeinsam 58 Punkte erzielten, hielten die Hagener in der Folgezeit aber dennoch halbwegs auf Schlagdistanz.

Whites Korbleger brachte Phoenix wieder bis auf 29:40 heran (13.), Ole Wendt verkürzte bis auf 48:58 (19.). Insgesamt bekamen die Bayern das Spiel in der Schlussphase der ersten Hälfte aber wieder etwas besser in den Griff.  3.145 Zuschauer in der bis auf den letzten Platz gefüllten ENERVIE Arena hatten beim Halbzeitstand von 50:63 allerdings nur noch eine vorsichtige Hoffnung auf die Überraschung.

Der neuer Trainer Svetislav Pesic schickte seine Bayern auch zu Beginn der zweiten Hälfte mit viel Selbstvertrauen zurück aufs Feld. Und es begann fast wieder so wie in Halbzeit eins: Phoenix verlor zwei, drei Bälle – und Bayern schloss sicher ab. Per Dunking baute Chevon Troutman den Vorsprung des FCB wieder auf 72:50 aus (22.). Doch die Gastgeber präsentierte sich – wie schon in der Woche zuvor in Frankfurt – als Stehaufmännchen!

Dank großer Moral und einem treffsicheren Backcourt kam Hagen durch Davin White wieder bis auf 64:74 heran (26.). Ein unsportliches Foul, verhängt gegen Adam Hess, nutzten die Bayern dann zu einem vorentscheidenden Zwischenspurt: Nach 30 Minuten führten sie mit 88:70. Ein Dreipunktspiel von Davin White zum 81:92 gab der Mannschaft von Ingo Freyer ein letztes Mal Mut. Danach spielten die Bayern die extrem offensiv geführte Partie, in der beide Mannschaften von Beginn mit hohem Tempo agierten, dank ihrer hoher Qualität locker nach Hause.

Trainerstimmen:

Ingo Freyer: „Das Ergebnis klingt deutlich, aber wir waren teilweise relativ nah dran. Einen 20-Punkte-Rückstand nach dem ersten Viertel aufzuholen ist natürlich sehr schwer. Ich weiß nicht, ob wir uns zu Beginn, ähnlich wie gegen Gießen, von der Atmosphäre haben anstecken lassen, aber das ist vielleicht auch der falsche Ansatz von mir. Wir hatten im Spielverlauf gute Phasen, in denen wir besser waren. Insgesamt haben wir aber zu viele Bälle verloren und zu viele Offensivrebounds zugelassen.“

Svetislav Pesic: „Das war ein gefährliches Spiel gegen einen Gegner mit schneller Offensive. Auch das Match-up war schwierig. Wir haben uns auf eine 1:1-Verteidigung und 1:1-Offensive vorbereitet und wollten so schnell wie Hagen spielen. Unsere Qualität in der Offensive haben wir heute bewiesen. An unserer Defensive haben wir noch zu arbeiten. Erklärt habe ich der Mannschaft unser Defensivkonzept schon, jetzt geht es im Training an die Umsetzung.“

Phoenix Hagen: White (29/6), Bell (29/2), Dorris (12/1), Gregory (9), Lodwick (5/1), Gordon (5/1), Hess (3/1), Schoo (3), Wendt (2), Kruel.

FC Bayern München: Troutman (29), Rice (25/3), Homan (20), Benzing (14/1), Thomas (9/1), Roberts (9/1), Jagla (8/2), Halperin (5/1), Hamann (4), Greene.

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)

Stationen: 7:21 (5.), 17:37 (10.), 33:48 (15.), 50:63 (20.), 61:74 (25.), 70:88 (30.), 85:101 (35.), 97:123 (40.)

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