ProA | 10.12.2012, 21:35 Uhr

Zwei Dutzend Ballverluste sind zu viel

Der Meister war eine Nummer zu groß für Phoenix Hagen. Bei den Brose Baskets aus Bamberg unterlagen die Westfalen mit 80:107 (42:56). David Bell avancierte mit 18 Punkten in der mit 6.800 Zuschauern ausverkauften Stechert Arena noch zum besten Hagener Werfer.

Daniel Schmidt beim Korbleger

Daniel Schmidt beim Korbleger

Casey Jacobsen gegen Dino Gregory

Casey Jacobsen gegen Dino Gregory

Bamberg setzte sich von Beginn an ab (13:4, 4.). Distanzwürfe von Abe Lodwick und Adam Hess hielten Phoenix zunächst in der Partie (19:16, 8.). Doch schon im ersten Viertel deutete sich an, was das ganze Spiel über zu einem schweren Ballast werden sollte. Phoenix Hagen erlaubte sich eine ausgesprochen ungesunde Menge an Ballverlusten. Fünf waren es im ersten Viertel, das Bamberg mit 28:23 gewann, stattliche 24 wurden am Ende in der Statistik notiert.

Positiv im zweiten Viertel: Phoenix attackierte immer wieder den Korb und konnte relativ kontinuierlich scoren. David Bell verkürzte per Dreier auf 39:31 (14.). Ein besseres Zwischenergebnis verhinderten in der Endphase der ersten Hälfte erneut viele Ballverluste, die die Brose Baskets über Anton Gavel und Bostjan Nachbar ausnutzen und sich so zur Pause auf 56:42 absetzen konnte.

Die zweite Hälfte begann dann zäh. Bamberg verlor vorübergehend Nachbar, der sich am linken Arm verletzte. Bamberg kontrollierte das Geschehen dennoch souverän (69:51, 28.). Das bis dahin erträgliche Zwischenergebnis wurde jetzt deutlich unschöner. Sechs Minuten vor dem Ende führten die Baskets mit 90:63. Philipp Neumann vollendete per Dunk zum 101:72. Am Ende siegten die Bamberger mit 107:80 und erfüllten vor dem entscheidenden Euroleague-Spiel gegen Belgrad am Donnerstag damit die Erwartungen der eigenen Anhänger.

Trainerstimmen:

Chris Fleming: „Hagen ist ein sehr unangenehmer Gegner. Sie besitzen viel Feuerkraft und haben Spieler, die heiß laufen können. Deshalb war unsere Eins-gegen-Eins-Verteidigung sehr wichtig. In einigen Phasen haben wir das gut gemacht und natürlich haben wir von unserer Offensive profitiert. Hagen ist eine gefährliche Truppe, die in der Lage ist viel von außen und schwierige Würfe zu treffen. Wir sind froh, dass wir die Arbeit heute erledigt haben. Jetzt gilt die volle Konzentration auf die Euroleague am Donnerstag.“
 
Ingo Freyer: „Wir hatten uns heute ein paar Sachen vorgenommen. Wir wollten Bamberg die Dreier wegnehmen, was uns in der ersten Halbzeit auch ganz gut gelungen ist. Bamberg hat wenige Dreier genommen - sie leben auch ein wenig von diesem Schuss. Am Ende sprechen 7/12 aber auch ein wenig dagegen. Das ganze Spiel wurde von unseren 24 Ballverlusten überschattet, dann macht Bamberg eben über 100 Punkte. Wenn wir eine normale Quote haben, ist das Spiel länger eng. So war das Spiel doch schnell entschieden. Ich wünsche Bamberg viel Erfolg gegen Belgrad.“

Brose Baskets: Nachbar (19/2), Zirbes (16), Gavel (13), Neumann (13), Gipson (12), Ford (10/1), Jacobsen (10/2), Schmidt (9/1), Goldsberry (3/1), Tadda (2), Rockmann.

Phoenix Hagen: Bell (18/3), Hess (12/1), Lodwick (12/4), White (8), Kruel (7), Gordon (6), Dorris (5), Wendt (5), Gregory (5), Schoo (2).

Stationen: 13:4 (5.), 28:23 (10.), 41:31 (15.), 56:42 (20.), 62:48 (25.), 77:58 (30.), 92:68 (35.), 107:80 (40.).

Zuschauer: 6.800 (ausverkauft)

Fotos: Daniel Löb

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