ProA | 24.11.2012, 22:53 Uhr

Deftige Niederlage in Oldenburg

Es war ein Abend wie ein Albtraum. Phoenix Hagen kam bei den EWE Baskets Oldenburg mit 62:113 (28:54) unter die Räder und war von Beginn an chancenlos. Bester Hagener Werfer war vor 3.148 Zuschauern Davin White mit 16 Punkten.

Abe Lodwick im Schwitzkasten

Abe Lodwick im Schwitzkasten

Davin White gegen Dru Joyce

Davin White gegen Dru Joyce

Dabei musste Oldenburg kurzfristig auf die erkrankten Leistungsträger Adam Chubb und Ronald Burrell verzichten. Das machte aber offenbar mehr den Feuervögeln als den Gastgebern zu schaffen. Mit einer unterirdischen Wurfquote stellte sich Phoenix von Beginn an selbst ins Abseits. „Wir haben selbst leichteste Korbleger vergeben“, beklagte Trainer Ingo Freyer nach der Partie. 21:6 stand es nach neun Minuten, als Robin Smeulders einen Dreier traf. Ganze drei von 18 Hagener Würfen fanden im ersten Viertel ihr Ziel. Oldenburg führte mit 26:11. Freyer weiter: „Wir waren einfach nicht da heute. Wir haben eine Menge versucht, aber es hat definitiv nichts, aber auch gar nichts funktioniert.“

Der Spielverlauf änderte sich auch im zweiten Viertel nicht. Phoenix schoss Fahrkarte um Fahrkarte, während Julius Jenkins für Oldenburg aufdrehte. Per Dreier erhöhte er auf 41:15 (15.) und vollendete damit einen 12:0-Run. Kurz vor dem Wechsel verlor Oldenburg dann Kevin Smit aufgrund von zwei Unsportlichen Fouls. Zur Halbzeit führten die Baskets dennoch klar mit 54:28. Die zweite Hälfte wurde in Gänze zur Tortur für die tapferen mitgereisten Phoenix-Fans: Nach einem unerquicklich langen Spiel mit vielen Fouls unterlag Phoenix Hagen schließlich unangenehm hoch mit 62:113.

Die Statistiken waren auch sonst durchaus denkwürdig. Phoenix nahm stolze 81 Würfe, traf aber nur 28 davon. Dafür durfte Oldenburg nicht weniger als 62-mal an die Freiwurflinie (weil gegen Phoenix 39 Fouls verhängt wurden), traf davon aber nur bei 40 Versuchen. Dank der Hagener Abschlussschwäche angelten sich die Oldenburger 53 Rebounds. Kurzum: Es war ein Abend zum Vergessen! So sieht es auch Ingo Freyer: „Wir waren absolut chancenlos heute. Wir müssen das natürlich analysieren, aber auch nicht mehr als bei jedem anderen Spiel. Und dann müssen wir gegen Bayreuth an die guten Spiele zuletzt anknüpfen.“

Trainerstimme:

Sebastian Machowski: „Ich muss meinem Team heute ein Riesenkompliment machen. Die Art und Weise, wie meine Mannschaft die beiden Hiobsbotschaften direkt vor dem Spiel, dass sowohl Adam Chubb als auch Ronnie Burrell heute nicht spielen können, weggesteckt hat, ist schon sehr beeindruckend. Ich weiß selber, wie schwer es ist, sich in so kurzer Zeit auf eine solche Situation einzustellen. Auch bin ich der Meinung, dass wir heute eine richtige und gute Reaktion auf das doch schlechte Spiel letzte Woche in Ulm gezeigt haben. Schön war heute Abend auch, dass einige Spieler, die normalerweise nicht in der ersten Reihe stehen, die Möglichkeit hatten, sich zu präsentieren.“

EWE Baskets Oldenburg: Wysocki (23/2, 11 Reb.), Smeulders (21/1), Jenkins (17/3), Freese (15, 10 Reb.), Kramer (12), Paulding (11/1), Joyce (7/2, 7 Ass.), Bahiense de Mello (4), Smit (2), Hartmann (1).

Phoenix Hagen: White (16/2), Gordon (11/1), Hess (7, 9 Reb.), Dorris (6), Kruel (6), Bell (5), Lodwick (4/1), Kramer (3/1), Gregory (2), Schoo (2), Wendt.

Zuschauer: 3.148 (ausverkauft)

Stationen: 13:4 (5.), 26:11 (10.), 41:15 (15.), 54:28 (20.), 73:36 (25.), 87:43 (30.), 95:51 (35.), 113:62 (40.).

Boxscore | BildergalerieVorbericht

Fotos: Ulf Duda

 


 
 
 
 

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